| Ortschronik |
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(aus einer Quelle von 1937) Beginn der Besiedlung der hiesigen Umgegend, welche kurz nach 1100 begann und um das Jahr 1200 als abgeschlossen anzusehen ist, als am Adelsberg eine fränkische Ansiedlung entstand. Der Name Adelsberg gilt für vier frühere Gemeinden: das alte Adelsberg, Altdorf sowie Ober- und Niederhermersdorf (=Hermersdorf). Diese Gemeinden bilden bereits seit Jahrhunderten eine Kirchgemeinde. Ältester Siedlungsteil ist Altdorf und lag im Dreieck zwischen der jetzt nach Kleinolbersdorf führenden Shakespearestraße, der Zschopauer Straße und der jetzigen Hermersdorfer Straße. Hermersdorf erstreckte sich am Oberlauf des Gablenzbaches entlang. Adelsberg aber lag an einem Seitenbächlein, dem Kahlbergbach. Die zu Adelsberg gehörenden Hufen zogen sich an dem Bergrücken hin, und in derem Gebiet lag auch der östlichste Teil der Fluren des Edelhofes, der das untere Ende des jetzigen Oberhermsdorf bildete. Da dieser Besitz dem adeligen Ritter von Schellenberg, dann bis l290 den Herren von Erdmannsdorf zugehörte, so wurde der ganze Berg als Adelsberg bezeichnet, eine Benennung, die dann besonders auf die an diesem Berg gelegene Siedlung Anwendung fand. Das Rittergut selbst soll ein gewisser Herrmann, einer der Söhne des uralten Besitzers von Schellenberg, erbaut und dem Dorfe Hermersdorf seinen Namen gegeben haben („Dorf eines Herrmann“), sowie dessen Bruder Albert dem Albertsdorf, jetzt Kleinolbersdorf.
1309 wurde der Nachbarort Albertsdorf (Kleinolbersdorf), der bisher zusammen mit Niederhermersdorf, Altdorf und Adelsberg kirchlich zu Oberhermsdorf gehörte, zusammen mit der Wüstung Adelsberg aus Oberhermsdorf ausgepfarrt. 1331 wurden die beiden Hermsdorfe in folgendem Zusammenhang genannt: Der Abt des Chemnitzer Benediktinerklosters bestätigte der Stadt Chemnitz die Aufrechterhaltung des Meilenrechts innerhalb der im Gebiet der städtischen Bannmeile gelegenen Klösterdörfer, in dem er zugestand, daß auf Grund dieses Meilenrechts in keinem der bezeichneten Dörfer ein Brauer sich niederlassen durfte, ja daß in diesen Dörfern nicht einmal ein Kretsch (Schankwirt) sich auftun sollte. Die Höfe von Adelsberg erhoben sich zu beiden Seiten des Adelsberger Baches von der Einmündung des Kahlbergbachtal aufwärts gegen Euba und sollen 1426 im Hussitenkrieg zerstört worden sein. Die eine Reihe wird am langen Weg gestanden haben, die andere etwa an der Stelle, wo sich die beiden Güter von Breitenlehn erheben. Die Flur bot ungefähr 16 Bauerngütern Raum. 1474 - der Name Adelsberg wird erstmals urkundlich ausgewiesen. Dabei handelt es sich um das Gesuch zweier Bergleute an den Kurfürsten von Sachsen, hier schürfen zu dürfen, da dieserorts schon früher "reiche Funde" gewesen seien. So wird beispielsweise bei einer am Nordosthang des Adelsberges angelegten St.-Georg-Fundgrube auf einen Silberertrag schon um 1420 verwiesen. Bergbauspuren sind auch heute noch nachweisbar. Bereits 1548 wird urkundlich angeführt: "Adelsbergk - ist eine Wustungk in des Amtes Kempnitz obersten und nidderstenn Gerichtenn gelegenn." Seit 1539 war die Gemeinde Niederhermersdorf kirchenrechtlich nach Oberhermersdorf gepfarrt. Hermersdorf und Reichenhain pfarrte man 1545 zusammen. Erst im Jahre 1889 wurde Hermersdorf wieder eine selbständige Kirchgemeinde. 1541 Inventarisation des Klosterbesitzes. Für das Freigut Hermersdorf ist der damalige Besitzer Gerstenberg eingetragen worden. Über 41 Dörfer mit großen Einkünften verfügte bis dahin das Chemnitzer Benediktinerkloster. 1545 wurde Hermersdorf mit Reichenhain kirchlich verbunden. 1548 Ober- und Niederhermersdorf kommen mit der Reformation 1548 zum Amt Chemnitz. Bei der Säkularisation des Klosterbesitzes an das Amt Chemnitz gehörte zu dieser Flur die Breite Lehn, auch Breitlehn genannt. Sein Name wurde urkundlich erstmals im Jahre 1545 im Kirchenbuch von Reichenhain erwähnt. Es war die Lage des wüst gewordenen Dorfes Adelsberg. Dieses Terrain ging als Freigut vom Kloster an Gerstenbergk zu Hermerßdorff. Damit begann der Wiederanbau. In der Folge wechselte es oft den Besitzer. 1835 wird es in der Flurkarte nicht mehr ausgewiesen. 1569 durch Fahrlässigkeit eines Kuhjungen war im oberen Lehngericht Feuer ausgebrochen und sprang auf die Kirche über. Wertvolle Urkunden, die über den Bau der Kirche Aufschluß geben konnten, wurden vernichtet. Sofort aber wurde mit dem Bau einer neuen Kirche begonnen (die 1994 auf ein Alter von 425 Jahren zurückblicken konnte). Durch Erweiterungsbauten, die durchgreifendste erfolgte im Jahre 1732, und Instandsetzungen nach innen und außen, war der Kirche ein wesentlich anderes Aussehen gegeben worden. |

Besitzungen des Benediktinerklosters um 1540, darunter auch